In der Hauptstadtregion Berlin-Brandenburg gibt es die höchste Dichte an Hochschulen und Forschungseinrichtungen in Deutschland. Rund 240.000 Studenten werden an 16 Universitäten und 40 Fachhochschulen ausgebildet. Ein Drittel von ihnen studiert Ingenieur- oder Naturwissenschaften. Unternehmen in der Hauptstadtregion haben Zugang zu mehr als 300 Forschungsinstituten, unter ihnen Einrichtungen der Fraunhofer Gruppe, der Max-Planck-Gesellschaft, der Helmholtz- und Leibniz-Gemeinschaften. Forschungs- und Entwicklungsprojekte erfahren im Land Brandenburg eine besondere Aufmerksamkeit. Kooperationen zwischen Industrie und Forschung werden mit hohen Zuschüssen unterstützt.

Die Europa-Universität Viadrina in Frankfurt (Oder) gehört zu den Leuchttürmen in der europäischen Universitätenlandschaft. Die 1991 wiedergegründete Universität mit über 500-jähriger Tradition, ist Lehrstätte für über 6.300 Studierende aus mehr als 100 Ländern. Internationalität wird an der Viadrina groß geschrieben. Der Schwerpunkt in den Fakultäten für Kulturwissenschaften, Rechtswissenschaften und Wirtschaftswissenschaften liegt in einem interdisziplinären und international ausgerichtetem Studium. Neben den historischen Unigebäuden Logenhaus, Post- und Hauptgebäude verfügt der Campus mit dem Auditorium Maximum und dem Gräfin-Dönhoff-Gebäude über hochmoderne Lehreinrichtungen. Die regelmäßig stattfindende Job- und Praktikumsmesse „Viadukt“ bringt internationale Unternehmen und Studierende zusammen. Hier werden Karrieren gestartet und Partnerschaften für die Zukunft initiiert. An der Viadrina studieren viele kreative Köpfe – unterstützt von einem eigenen Gründungszentrum werden hier besonders viele junge Start-ups gegründet. Wieder-holt wurde die Universität im Bereich Unternehmens-gründungen zur besten Universität Brandenburgs gekürt und erhielt dafür die Auszeichnung im Hochschulranking „Ideenschmiede“ des Businessplan-Wettbewerbs Berlin-Brandenburg. Die Universität ist integraler Bestandteil der Region, in der viele internationale Firmen heimisch geworden sind.

Am IHP – Leibniz-Institut für innovative Mikroelektronik arbeiten über 320 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus 23 Ländern an einem gemeinsamen Ziel: Der Entwicklung von Innovationen. Dabei erforschen und entwickeln sie am IHP siliziumbasierte Systeme, Höchstfrequenz-Schaltungen und Technologien einschließlich neuer Materialien. Die Anwendungen dafür liegen in den Bereichen drahtlose und Breitbandkommunikation, Sicherheit, Medizintechnik, Industrie 4.0, Mobilität und Raumfahrt. Das Institut hat sich zu einem international anerkannten Kompetenzzentrum für Silizium-Germanium-Technologien entwickelt. Eine besondere Stärke des IHP ist die Realisierung von Prototypen und Kleinserien mit den schnellen SiGe-BiCMOS-Technologien in seiner Pilotlinie. Das IHP übt eine wichtige Brückenfunktion zwischen den Hochschulen und der Industrie, z. B. im Rahmen von „Joint Labs“ mit Universitäten und Fachhochschulen aus der Region Berlin-Brandenburg, aus. Das 1999 im Technologiepark Ostbrandenburg neu errichtete Institutsgebäude des IHP verfügt über 6.000 m² Nutzfläche sowie über einen eigenen Reinraum der Klasse 1 inkl. durchgängiger Pilotlinie. 2013 erhielt das IHP einen Anbau für 70 neue Forschungsarbeitsplätze. Derzeit erhält der Reinraum einen Anbau und wird von aktuell 1.000 m² auf künftig 1.500 m² ausgebaut (in der Grafik rot).